• BLASSPORTGRUPPE

Von der Tribüne hört man Dauerjubel, vom Spielfeld Hendrix, Grönemeyer, Hildegard Knef und AC/DC. Auf der Trainerbank sitzt Miles Davis neben Katy Perry und Bruno Mars. Choreographie von den Jacob Sisters, die Sportgeräte kommen von Ernst Mosch. Also, was wird da gespielt?

Klar, eine Erstligapartie der Blassportgruppe! Und das heißt: Blechmusik. Doch ohne Polka, ohne Flori Silbereisen und ohne Playback. Aus den Rohren dieser Mannschaft dröhnen keine Märsche – auch wenn sie manchmal per pedes ihr Publikum beglücken. Ihr Werkzeug ist eher Blech als „Heavy Metal“. Ihre Attitüde Rock. Ihr Spektrum allumfassend. Ihr Sound prächtig. Und ihre Show zu 97% jugendfrei. Es gibt keine Schublade, die breit genug wäre, diese Jungs hineinzuzwängen: Die BSG ist eine Funkband, der ein Stromausfall nichts anhaben kann, eine Popgruppe trotz musikalischer Klasse, ein manierliches Punkparadoxon, ein Männerchor im Wolfspelz, eine Schlagercombo ohne Tranquilizer und ein Jazzensemble mit Publikum. Wohlgemerkt alles in einem, nur kurz hintereinander.

Neben eigenen Songs stehen Cover-Stücke auf dem Programm, die den Originalen die Schau stehlen und in ihrer Spielart auch bisher unerreichte Herzen wärmen. Nicht nur, weil der Text plötzlich ein deutscher ist und die Instrumentierung anders, sondern weil das Wiegenlied zugleich träumen und tanzen lässt, die Schnulze echtes Pathos gewinnt, die Rocknummer dabei aber Rocknummer bleiben darf.

  • BOZEN BRASS

Sie kommen von „ganz oben“ und diese Herkunft von den erhabenen Gipfeln Südtirols verleiht ihrem sensiblen, hochvirtuosen Spiel ein gewisses alpenländisches Flair – die feinwürzige Zutat zu einem anspruchsvollen, überraschungsreichen Programm – eine Liebeserklärung an die Blechblasmusik, eine unverwechselbare Mischung aus „Tiroler Gelassenheit und italienischem Temperament“…

Bozen Brass lässt sich bewusst auf keine musikalische Stilrichtung festlegen. Ihr Repertoire reicht von John Dowland bis Sting, von „Barock bis Blues“, um ein breites Publikum erreichen zu können. Diese Bandbreite können sie musikalisch leicht bieten, Aber mit Blechblasinstrumenten, Gesang und anderem Instrumentarium geht natürlich noch viel mehr. Rasant und unkonventionell geht es quer durch die Musikgeschichte und verschiedenste Stilrichtungen, festliche Barockmusik, virtuose Klassik, große dramatische Oper, verspielte Chansons, Musical, Country, Oberkrainer und alpine Volksmusik Jazz, Pop und Rock. Es erscheinen Größen wie Sting, Elvis oder Michael Jackson auf der Bühne. Für den ultimativen Schwung sorgt Robert Neumair hin und wieder am Schlagzeug oder mit einem Solo auf der Steirischen.

Es wird gesungen, gesteppt und getanzt auf der Bühne, mit pfiffigen Choreografien wechseln die Musiker ihre Plätze und Haltungen Natürlich gehört auch das passende Outfit dazu.

Spaß ist kein Fremdwort für die Musiker – was man auch in ihren Moderationen merkt. Erlaubt ist, was gefällt, und immer ist ein Augenzwinkern dabei.

Und wenn dann auch noch der Auftrittsort nicht „nur“ ein Konzertsaal, sondern etwas Außergewöhnliches ist, bleibt der Auftritt auch bei den Musikern extra lange im Gedächtnis.